März 2017 Originalverkorkt, 2015 KNEWITZ Chardonnay Réserve trocken

Habt Ihr schon mal vom Nieder-Hilbersheimer Steinacker gehört? Nein? Ich kannte den Acker bis vor kurzem auch nicht. Es ist auch gar kein Acker sondern ein Weinberg der direkt neben dem Appenheimer Hundertgulden liegt. Auch der Appenheimer Hundergulden ist noch nicht so bekannt wie die bedeutenden rheinhessischen Lagen im Wonnegau oder an der Rheinfront. Aber es gibt dort ein paar Winzer, die am Renommee dieses kalkreichsten Weinbergs Deutschlands (das gilt zumindest für den Kern der Weinbergslage) arbeiten. Renommee hatte der Hundertgulden lange Zeit, wurde schon im Mittelalter von Mönchen bepflanzt und wechselte später mehrfach für viel Geld (daher der Name) den Besitz. Der Steinacker nebenan übrigens wurde zu einer ähnlichen Zeit angelegt und 1362 das erste Mal erwähnt.

Mehr unter: http://originalverkorkt.de/2017/03/wein-am-sonntag-weingut-knewitz-chardonnay-reserve-2015-rheinhessen/

Falstaff WeinGuide Deutschland 2017

Es ist gerade einmal fünf Jahre her, dass die Brüder Tobias und Björn Knewitz – damals beide plus/minus 20 Jahre alt – erstmals von sich reden machten. In dieser kurzen Zeit hat sich das vormals unbekannte Weingut zu einem Spitzenbetrieb gemausert. Dazu trägt vor allem bei, dass Tobias Knewitz im Keller einen erstaunlich abgeklärt wirkenden Kurs fährt: Die Weine betonen Stoffigkeit und Mineralität, verzichten auf Süßschminke und finden trotz ihrer nicht auf Leutseligkeit schielenden Stilistik breiten Anklang. Wir sind sehr gespannt, wie es hier weitergeht.

Gault Millau Weinguide Deutschland 2017

Und das Fest geht weiter für Tobias Knewitz, eines der größten Winzertalente in Rheinhessen, ja in ganz Deutschland. Der Appenheimer kelterte 2008 seine ersten Weine und beeindruckte gleich mit Schliff, Frische und Charakter. Aktuell steigert er sich weiter, wenngleich die Weine vielleicht einen Tick mehr Fülle und Frucht zeigen und ein wenig von der puristischen Seite weggeschoben sind. Doch das steht ihnen gut. Etwas Fleisch auf den Knochen kann schließlich nie schaden. Es ist niemals Babyspeck, sondern enorm präzise gebaute Materie, die Knewitz zeigt. Hier stimmt die gesamte Kollektion: Bereits der Guts-Riesling hat Kick, Kalkstein und Kühle. Das dreifache K setzt sich wie ein roter Faden fort. Sehnige Rieslinge, insbesondere vom Hundertgulden und Steinacker, wo die Reben auf Kalkstein und Eisenerz wachsen. Doch auch beim Weißburgunder aus dem Eselspfad hat der Appenheimer zugelegt, das Holz feiner eingebunden. In der Form geht es in Richtung dritte Traube.

Eichelmann Deutschlands Weine 2017 – 3,5 Sterne

Die neue Kollektion schließt nahtlos an die guten Vorjahre an. Die Gutsweine zeigen erneut hohes Niveau, Weißburgunder und Riesling sind fruchtbetont, strukturiert und reintönig. Sehr gleichmäßig auf sehr gutem Niveau präsentieren sich auch die Ortsweine: Der Silvaner ist reintönig und zupackend, der Weißburgunder rauchig und strukturiert, der Riesling kraftvoll bei viel Substanz, der Holzfass-Chardonnay zeigt dezenten Toast, ist klar und zupackend. Der Réserve-Chardonnay ist konzentriert und kraftvoll, besitzt viel Substanz, Toast- und Vanillenoten, ist jugendlich. Die drei Lagen-Rieslinge unterscheiden sich klar voneinander, trotzdem tun wir uns schwer einen Favoriten zu küren: Hundertgulden ist stoffig, verhalten, sehr jugendlich, Steinacker präzise, bitter-mineralisch, Goldberg würzig, fruchtbetont, zupackend. Hervorragend ist der Eselspfad- Weißburgunder, besitzt gute Struktur, Kraft und viel Frucht. Klasse!

Dezember 2016, Spiegel Online, Junge Winzer in Rheinhessen – Schluss mit Fuselkater

Wie kaum ein anderer verkörpert Tobias Knewitz das rasant gewachsene Können und Selbstbewusstsein der rheinhessischen Jungwinzer. Er füllte seinen ersten Wein mit 14 Jahren ab - und gilt seither in der Szene als Wunderkind. Das Weinmagazin "Falstaff" kürte Knewitz 2015 zum "Newcomer des Jahres" und lobte, dass er sich nicht scheue, mit seinen Weinen "anzuecken". Banalität öde ihn an, sagt er. "Wer es frisch und fruchtig haben will, muss woanders hingehen."

Mehr unter: http://www.spiegel.de/reise/deutschland/rheinhessen-das-geheimnis-der-jungen-winzer-a-1121398.html

August 2016, Focus Online, Weingut Knewitz – ein herausragender Riesling.

Das rheinhessische Weingut Knewitz wird vom Ausnahmekönner Tobias Knewitz ­geführt. Der junge Winzer begeistert Weinliebhaber und Kritiker, wie den Gault Millau. Das Sortiment ist beeindruckend vielfältig. Er geht auch ungewöhnliche Wege, wie beispielsweise den im Rheinland ungewöhnlichen Silvaner anzubauen. Besonders profitiert wird von der hervorragenden Lage auf dem Appenheimer Hundertgulden.

Mehr unter: http://www.focus.de/weinwelt/weingueter/weingut-knewitz_id_4842339.html

Juli 2016, the drinks business, 16 german winemakers to watch

Honoured as ‘Talent of the Year’ by leading German wine magazine Falstaff in 2015, Appenheim winemaker Tobias Knewitz is also a firm favourite of German wine aficionado Stuart Pigott.

Mehr unter: https://www.thedrinksbusiness.com/2016/07/16-german-winemakers-to-watch/16/

Gault Millau Weinguide Deutschland 2016

Und das Fest geht weiter für Tobias Knewitz, eines der größten Winzertalente in Rheinhessen, ja in ganz Deutschland. Der Appenheimer kelterte 2008 seine ersten Weine und beeindruckte gleich mit Schliff, Frische und Charakter. Aktuell hat er seine für uns stärksten Weine vorgelegt. Bereits der puristische Guts-Riesling ist eine echte Ansage: Er soll laut Knewitz schon Herkunft zeigen, hat tatsächlich Kick, Kalkstein und Kühle. Das dreifache K setzt sich wie ein roter Faden fort. Toller Appenheimer Riesling, rauchig, kantig, sehnig. Neu ist der Lagenriesling aus dem Nieder-Hilbersheimer Steinacker, wo Riesling auf Kalkstein und Eisenerz wächst. Salzige Sommerfrische lädt zum Trinken ein! Der Riesling Hundertgulden baut regelrecht Druck am Gaumen auf neben Noten von Cassis, Holunderbeere, Steinobst und etwas Apfelschale. Dazu eine zarte reduktive Réserve vom Chardonnay, die Säurefrische und Feuerstein hat. Stark! Bei einer Bestätigung klarer Anwärter auf den Aufstieg!

Falstaff WeinGuide Deutschland 2016

Die Brüder Knewitz, Tobias und Björn, gelten zu Recht als die Wunderkinder des Weinbaus in Rheinhessen. Innerhalb kürzester Zeit haben sie derart Gas gegeben, dass sie das elterliche Weingut jetzt auf die Überholspur gebracht haben. Sie beweisen großes Können auch in schwierigen Jahrgängen, in denen andere die Segel streichen. Die letzten Kollektionen waren absolut überzeugend, ob Silvaner, Riesling oder Weißburgunder, die Weine verfügen über eine bemerkenswerte Frische und eine klare Rebsortentypizität mit charakteristischer Frucht. Und da kann es nur heißen: "Bitte weiter so!"

Eichelmann Deutschlands Weine 2016 – 3,5 Sterne Aufstieg

Auch im nicht ganz unproblematischen Jahrgang 2014 geht es im Weingut Knewitz weiter voran. Die Gutsweine präsentieren sich sehr geschlossen, sind fruchtbetont und reintönig, frisch und zupackend. Der Kalkstein-Riesling zeigt gute Konzentration und rauchige Noten, ist füllig und kraftvoll, besitzt gute Substanz und Druck, der Appenheimer Silvaner ist wunderschön reintönig und füllig, der Weißburgunder vereint Fülle und Kraft mit reifer Frucht und guter Struktur: Der Mittelbau überzeugt ebenfalls. Eine weitere Steigerung bringen die Lagenweine, zu denen wir großzügig den komplexen Chardonnay Réserve hinzurechnen. Der Weißburgunder aus dem Eselspfad ist kraftvoll und strukturiert, lang und nachhaltig, der Hundertgulden-Riesling faszinierend reintönig, fruchtbetont und komplex, der Goldberg-Riesling saftig, harmonisch, lang, der Wein aus dem Steinacker rauchig, füllig und saftig. Top-Kollektion!

Oktober 2015, Radikale Weine, KNEWITZ Chardonnay trocken

Frühreif sei er und hochbegabt, sagen die Leute über Tobias Knewitz, einen Jungwinzer aus dem nordhessischen Appenheim. Er war 14, als er seinen ersten Silvaner ausgebaut hat. Inzwischen ist er 23, hat das Weingut seines Vaters übernommen und erzeugt mit erstaunlicher Konstanz markante Weine.

Mehr unter: http://www.taz.de/!5235843/

August 2015, Wein-Plus – Best of weisse Burgunder Sorten

Chardonnay Réserve trocken Platz 3 (92P)

Mehr unter: Download PDF

Mai 2015, die Wein.de – Jedes Jahr ein kleines Kunstwerk

Hin und wieder gibt es Momente, da beginnt man an sich und seinem Gesprächspartner zu zweifeln, wenn der ein junger Winzer von erst 23 Jahren ist, aber von Erfahrungswerten und Einsichten spricht, die andere frühestens drei Jahrzehnte später für sich verbuchen können. Vorausgesetzt, sie dürfen sich zu diesem Zeitpunkt als bedeutende Weinmacher überhaupt wähnen. Am Ende werden das nicht viele sein. Tobias Knewitz heißt der sportliche Mann mit sporadischem Dreitagebart, blauem Knopf im Ohr und dunklem Haar. Er ist nicht altklug, sondern sympathisch bodenständig. Mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Björn bildet er heute den festen Kern des rund 20 Hektar Reben umfassenden Weinguts Knewitz im Norden Rheinhessens.

Mehr unter: http://diewein.com/?p=1377

Februar 2015 Handelsblatt, Deutschlands beste Jungwinzer

Artikel herunterladen

Februar 2015, die Weine, die Relaxte Generation: Tobias Knewitz

Von wegen flaches Weinland Rheinhessen. Tobias Knewitz bugsiert seinen gelben Mercedes-Transporter durch die schmalen Weinbergspfade der Lage Hundertgulden, wo die Steigungswinkel sportliche 20 bis 38 Prozent erreichen können. Hang- und Steillagen also. Der Regen in den letzten Tagen ließ den lehmigen Untergrund zu einer glitschigen Downhill-Strecke werden. „Eine Abkürzung“, sagt Knewitz und lenkt beherzt gegen. Beunruhigt scheint er nicht zu sein, dennoch entschuldigt er sich für die holprige Fahrt.

Mehr unter: http://diewein.com/?p=1333

Falstaff NEWCOMER DES JAHRES 2015

Stolz dürfen wir bekanntgeben, dass wir bei den diesjährigen "Weinoscars" des Wein- und Gourmetjournals falstaff in der Kategorie "Newcomer des Jahres" gewonnen haben. Bei dieser Gelegenheit wollen wir uns bei allen bedanken, die uns ihr Vertrauen entgegenbringen und uns auf unserem Weg unterstützen!

"Die gediegene Ernsthaftigkeit seiner Weine ist verblüffend und steht im klaren Widerspruch zu seiner komplexen, doch jugendlichen Persönlichkeit. Er interpretiert Sturm und Drang auf seine eigene Weise!"
Astrid Zieglmeier, Laudatorin (IHK München)

Download Artikel und Laudatio

Falstaff WeinGuide Deutschland 2015

Tobias Knewitz, 23 Jahre alt, ist ein Shootingstar der rheinhessischen Weinszene. Nach Stationen bei Herbert Meßmer und Philipp Kuhn in der Pfalz gibt er nun gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Björn (21) Vollgas, um den noch vor Kurzem unbekannten Familienbetrieb ins Lager der Spitzenweingüter zu führen. Ein Weinberg muss leben, so tat Knewitz bei unseren Recherchen kund. Wie recht er hat, belegen die stoffigen, dichten Rieslinge und Weißburgunder von den Kalksteinlagen Appenheims.

Eichelmann Deutschlands Weine 2015 – 3 Sterne Aufstieg

Auch die neue Kollektion ist ganz stark, beeindruckend hoch ist das Niveau der Ortsweine, das haben nicht viele geschafft in diesem Jahrgang, alle sind reintönig, bereiten viel Freude, ob Sauvignon blanc oder Silvaner, Weißburgunder oder Riesling. Die Ortsweine sind ebenso reintönig, besitzen aber mehr Fülle und Substanz, Kraft und Struktur, Komplexität und Frische, Silvaner und Weißburgunder sehen wir ganz knapp vor Riesling. Eine weitere Steigerung bringen die Lagenweine. Der Weißburgunder aus dem Eselspfad besitzt herrlich viel Frucht und Substanz, der Goldberg-Riesling ist saftig und füllig, der Riesling aus dem Hundertgulden noch ein klein wenig konzentrierter, dabei ebenso kraftvoll, besitzt gute Struktur und Substanz, ist noch jugendlich. Beeindruckt sind wir auch von der Reserve-Chardonnay, die herrlich viel Frucht besitzt, gute Struktur, Saft und Frische. Eine sehr gute, durch und durch überzeugende Kollektion. Weiter im Vormarsch!

Gault Millau Weinguide Deutschland 2015

Der junge, erfrischende Tobias Knewitz kelterte 2008 seine ersten Weine und beeindruckte gleich mit Schliff, Frische und Charakter. Da war die erste Traube obligatorisch. Nicht nur 2010, auch 2011 und 2012 steigerte sich der Jungwinzer sogar noch. Der verdiente Lohn: die zweite Traube. Das bestätigt Knewitz im gewiss nicht einfachen Jahrgang 2013. Die Weine zeigen Schliff und zarte Cremigkeit gleichermaßen…

FINE Weinmagazin 111 Jungwinzer

Mit den Weinen von Tobias Knewitz schaffe ich es immer, die Leute zum Staunen zu bringen. Zunächst sind sie begeistert, dass ein junger Winzer weder auf Wucht und Süße, noch auf eine gewollt schräge Wein-Stilistik setzt. Der leichte Stil seiner charaktervollen, trockenen Gutsweine findet auf Anhieb viele Freunde. Dann erzähle ich, dass Tobi (Jahrgang 1991) gerade mal zweiundzwanzig Jahre alt ist – und sie sind platt. Wie ist das möglich? Die Weine sind so gut! Ehrlich gesagt kann auch ich nicht erklären, wie ein so junger Mann, der noch mit seinem Weinbau-Studium beschäftigt ist, Weine wie diese machen kann. Wenn man wie er im Winzer-Millieu aufgewachsen ist, Gefallen am Winzerberuf findet und darin die Chance für die eigene freie Persönlichkeitsentfaltung sieht, ist das keine schlechte Basis. Hinzu kommt die Unterstützung durch etablierte Kollegen vor Ort wie Jürgen Hofmann (siehe Seite 122). In ihm hat er ein glaubwürdiges Vorbild, was der Festigung seines eigenen Selbstbewusstseins nur gut tut. Und auch ohne hieb-und stichfeste Erklärung des Phänomens Tobias Knewitz spüre ich: Wir werden von ihm und seinen tollen Hundertgulden-Rieslingen noch eine Menge hören!

Seit Tobias Knewitz mit siebzehn Jahren im Weingut seines Vaters Gerold Knewitz ein – wie er es nennt – Mitspracherecht bekam, hat sich hier einiges getan. Ein Jahr später schon produzierte er seine ersten sechs Weine, was Gault Millau dazu veranlasste, ihn als jüngsten Winzer mit einer Traube zu schmücken. Seit 2010 ist er als Kellermeister für die komplette Weinbereitung zuständig. Seine Winzerlehre hat er im Ingelheimer Weingut Dautermann und in der Pfalz bei Meßmer und Philipp Kuhn gemacht. Hier hat er vor allem gelernt, dass Leidenschaft und Ehrgeiz zum Winzerberuf gehören; Tobias Knewitz hat beides. Sein großes Ziel: die Aufnahme im VDP. Auf zwanzig Hektar Rebfläche in den Appenheimer Lagen Hundertgulden und Eselspfad, im Gau-Algesheimer Goldberg und im Ingelheimer Schlossberg wachsen zu siebzig Prozent weiße und zu dreißig Prozent rote Trauben. Im Mittelpunkt stehen die traditionellen Rebsorten Riesling, Weißburgunder, Silvaner und Spätburgunder, die im Pyramidensystem als Guts-, Orts-und Lagenweine ausgebaut werden. Dem Appenheimer Hundertgulden, der „Grand-Cru-Lage“ des Weinguts mit fünfzig Millionen Jahre altem tertiären Kalkstein, gehört die ganze Liebe und Aufmerksamkeit von Tobias Knewitz. Der 2011er Riesling mit Anklängen von wilden Kräutern und gelben Früchten ist so mineralisch, dass man ihn fast schon salzig nennen könnte, mit enormer Kraft und Dichte – „genau mein Stil“.

Der Feinschmecker 2014

Appenheim hat zwar 50 Millionen Jahre alte Böden, ist aber in der Weinlandschaft Rheinhessens so etwas wie Hoffenheim in der Bundesliga: ein Dörfchen, das erst in den letzten Jahren aufgestiegen ist, allerdings ohne millionenschweren Mäzen. Den Erfolg verdankt Appenheim einer Handvoll tüchtiger Winzer. Einer von ihnen ist Tobias Knewitz. Er ist erst 21 Jahre alt, studiert noch an der Weinbauschule in Geisenheim, verantwortet im elterlichen Gut aber bereits Kellerarbeit und Verkauf. Sein Vater Gerold, der die 16 Hektar Reben bearbeitet, lässt dem Sohn freie Hand, und er tut gut daran. Denn sowohl mit dem 2010ern als auch den 2011ern – die ersten beiden Jahrgänge, die Tobias Knewitz eigenständig betreut hat – legte das Gut einen Quantensprung hin.

Schon die einfachen Gutsweine, allen voran der Silvaner, sind tadellos. Im Mittelsegment will Tobias den Mainstream vermeiden. Weißer Burgunder und Riesling sind bei ihm nicht gefällig, sondern spannungsreiche Weine, die anfangs richtig widerspenstig sein können, etwa so, wie es die Haare auf dem Kopf des Jungwinzers immer sind. Noch mehr gilt das für die Spitzenrieslinge aus den Lagen Goldberg und Hundertgulden. Sie haben Ecken, Kanten und durchaus auch mal eine kleine Bitternote: „Weg von der Frucht, hin zu komplexen Aromen“, lautet Tobias Knewitz´ Devise. Dass sein Hundertgulden schon im Hotel „Ritz-Carlton“ in Berlin auf der Karte steht, erfüllt ihn mit besonderem Stolz. Aber auch Spaß-Weintrinker kommen bei Knewitz auf ihre Kosten: Für sie ist der Sauvignon blanc gemacht, wirtschaftlich ein verlässliches Standbein des Gutes. Künftig wird es bei Knewitz weniger Stahltanks geben, dafür mehr Stück- und Doppelstückfässer; der Spätburgunder reift jetzt schon in Barriques. Die Rebsorte ist ein Steckenpferd von Tobias´ Bruder Björn. Der ist zwar erst 18, steht aber längst ungeduldig in den Startlöchern.

Jens Priewe

Gault Millau Weinguide Deutschland 2014

Der junge, erfrischende Tobias Knewitz kelterte 2008 seine ersten Weine und beeindruckte gleich mit Schliff, Frische und Charakter. Da war die erste Traube obligatorisch. Nicht nur 2010, auch 2011 und 2012 steigert sich der Jungwinzer sogar noch. Der verdiente Lohn: die zweite Traube. Herzlichen Glückwunsch! Ganz starke Weine: saftige, zartcremige Textur, gelbfleischige Früchte, pikante Würze, strahlender Schliff. Das beginnt bereits bei den immens starken Guts-und Ortsrieslingen, aber auch die Basisweine von Silvaner und Weißburgunder haben es in sich. Die Etiketten sind modern und klar in der Ansprache, der Inhalt zeigt, dass die Lagen rund um Appenheim lange unterschätzt wurden. Der Hundertgulden ist aktuell mit seinen rauchigen Anklängen an Feuerstein einfach faszinierend, der Lagen-Weißburgunder richtig kalibriert. Chapeau wiederum, Tobias Knewitz, der sich künftig tatsächlich auch noch stärker auf den Spätburgunder konzentrieren möchte!

Eichelmann Deutschlands Weine 2014

Auch in diesem Jahr geht es weiter voran. Die Gutsweine sind frisch und klar, die Ortsweine deutlich kraftvoller, alle sind strukturiert und reintönig. Der Appenheimer Silvaner ist fruchtbetont und zupackend, der Appenheimer Riesling herrlich kraftvoll und geradlinig, der Spätburgunder besitzt gute Struktur und klare Frucht. Die Lagenweine bringen eine weitere klare Steigerung. Der Weißburgunder aus dem Eselspfad zeigt gute Konzentration, reife Frucht, ist enorm würzig, im Mund ist er füllig und kraftvoll, besitzt reife Frucht und gute Substanz. Noch besser gefallen uns die beiden Rieslinge: Der Wein aus dem Goldberg ist konzentriert und kraftvoll, besitzt reife Frucht und viel Substanz, wie auch der Wein aus dem Hundertgulden, der herrlich saftig und druckvoll ist, dabei noch sehr jugendlich. Weiter im Aufwind!

Gault Millau Weinguide Deutschland 2013

AUCH 2011 STEIGERT SICH DER JUNGWINZER SOGAR NOCH. Der junge, erfrischende Tobias Knewitz kelterte 2008 seine ersten Weine und beeindruckte gleich mit Schliff, Frische und Charakter. Da war die erste Traube obligatorisch. Nicht nur 2010, auch 2011 steigert sich der Jungwinzer sogar noch. Ganz starke Weine: saftige, zartcremige Textur, gelbfleischige Früchte, pikante Würze, strahlender Schliff. Das beginnt bereits bei den immens starken Guts- und Ortsrieslingen, aber auch die Basisweine von Silvaner und Weißburgunder haben es in sich. Die Etiketten sind modern und klar in der Ansprache, der Inhalt zeigt, dass die Lagen rund um Appenheim lange unterschätzt wurden. Chapeau wiederum, Tobias Knewitz!

Eichelmann Deutschlands Weine 2013

Die neue Kollektion ist sehr stimmig: Die Gutsweine sind frisch und klar, die Ortsweine etwas fülliger und konzentrierter, die Highlights im Programm sind dann die beiden trockenen Lagen-Rieslinge. Der Wein aus dem Hundertgulden ist würzig und konzentriert, besitzt gute Struktur und Substanz, ist noch sehr jugendlich. Noch besser gefällt uns der Riesling aus dem Goldberg: Er zeigt gute Konzentrationen im Bouquet, herrlich reintönige Frucht, gelbe Früchte, ist füllig und kraftvoll im Mund, zupackend, jugendlich. So darf es weitergehen!

Eichelmann Deutschlands Weine 2012

Die Weinberge der Familie Knewitz verteilen sich auf vier Gemeinden, die wichtigsten Lagen sind in Appenheim Hundertgulden (Kalkstein) und Eselspfad (Löss, gelber Sand), der Goldberg in Gau-Algesheim (Kalkstein) und der Schlossberg in Ingelheim (Löss über Kalkstein). 25 Prozent der Rebfläche nimmt Riesling ein, hinzu kommen 20 Prozent Burgundersorten und 15 Prozent Silvaner, rote Rebsorten nehmen gut ein Drittel der Rebfläche ein. Seit 2010 baut Sohn Tobias Knewitz alle Weine aus, der nach Winzerlehre bei Dautermann, Kuhn und Meßmer im Oktober 2011 sein Geisenheim-Studium begonnen hat. Die Kollektion überzeugt, die 2010er Weine sind frisch und klar, wobei die beiden Spitzen-Rieslinge aus Hundertgulden und Goldberg bei der Verkostung im späten Frühjahr noch sehr jugendlich und etwas verschlossen waren, so dass uns der gereifte 2009er aus dem Goldberg am besten gefallen hat.

DER MAINZER - Restaurant und Weinführer 2012

Rudolf Knoll… In Appenheim freut sich der Senior Gerold Knewitz über Ehrgeiz von Sohnemann Tobias, der bereits 2005 als Jungspund seinen ersten Wein erzeugte, sein Geisenheim-Studium noch vor sich hat, aber bei drei Toperzeugern (Dautermann in Ingelheim, Kuhn und Meßmer in der Pfalz) lernte – und hier offenbar gut aufgepasst hat.

Gault Millau Weinguide Deutschland 2012

Ganz starke Weine, die ein Geheimnis zu haben scheinen...Der junge erfrischende Tobias Knewitz kelterte 2008 seine ersten Weine und beeindruckte gleich mit Schliff, Frische und Charakter. Das war uns im letzten Jahr auf Anhieb eine Traube wert. Aktuell steigert sich der Jungwinzer sogar noch. Ganz starke Weine, die ein Geheimnis zu haben scheinen, das man beim Trinken aufspüren möchte. Und zwar Schluck für Schluck. Saftige, zartcremige Textur, gelbfleischige Früchte, pikante Würze, strahlender Schliff. Die Etiketten sind modern und klar in der Ansprache. Der Inhalt zeigt, dass die lange unterschätzten, kalkigen Lagen rund um Appenheim für den Konsumenten neue Anziehungspunkte sind. Chapeau, Tobias Knewitz!

Sommelier Magazin August/September 2011

POTENZIAL NACH OBEN – von Kristine Bäder. Das kleine Dorf Appenheim liegt gerade mal 15 Kilometer weiter im Westen, ist aber vom Landschaftsbild komplett anders. Eingekesselt zwischen zwei Hügeln liegt das Dorf in einer Talfurche. Die Vorzeigelage hier heißt Hundertgulden und ist inzwischen so etwas wie eine Marke für die Winzer in Appenheim geworden. Mit einem Kalkgehalt von über 40 Prozent ist es die kalkreichste Lage, dazu kommt eine Ausrichtung nach Südwesten und eine Steigung von knapp 40 Grad. Das hat natürlich Einfluss auf den Charakter hier: ,,Die Rieslinge vom Hundertgulden sind massive Weine, die aber auch Grip haben und anregend sind’’, sagt Tobias Knewitz.

Gault Millau Weinguide Deutschland 2011

Weingut Knewitz erhält die erste Traube... „Dies ist der nächste Aufsteiger aus Appenheim, der bei Philipp Kuhn und Philipp Wittmann gelernt hat. Seine Silvaner sind mineralisch, komplex, geschliffen und zeigen bereits in der Basis eine pikante Würze“.

VivArt Mainz und Rheinhessen, Heft 9 - Sommer 2011

DIE SALZSCHÜRFER VON APPENHEIM – von Manfred Lüer. Mittlerweile gibt es eine regelrechte ,,Appenheim-Connection’’. Viele Winzer fangen hier richtig jung an und beeindrucken mit eigenständiger Frische. Der blutjunge Tobias Knewitz hat die natürliche vinologische Intelligenz und überzeugt mit sehnigen Weinen von strahlender Frische und geheimnissvollen Tiefgang!

VivArt Mainz und Rheinhessen, Heft 4 – Frühjahr 2010

RAUMSCHIFF RHEINHESSEN – DIE JUNGE GENERATION – von Manfred Lüer. Viele Winzer fangen hier richtig jung an und beeindrucken mit eigenständiger Frische. Der erst 19- jährige Tobias Knewitz vom Weingut Knewitz in Appenheim keltert 2008 seine ersten Weine und beeindruckt gleich mit richtig genialen Silvanern, die mehr vom Riesling als von cremigen, sattmachenden Burgundern haben. Ihre mineralische Frische ist Ausweis von echtem Charakter – bereits der Basis-Silvaner ist strahlend-frisch, der Silvaner trocken ,,Selection’’ aus dem Goldberg sehnig, geradeaus, mineralisch. Die Weine sind sehr oxidativ ausgebaut und richtig schön pikant-salzig im Nachgeschmack. Das alles ist so erstaunlich, dass man meint, dieser Jungwinzer, der bei dem Laumersheimer Winzer Philipp Kuhn lernte und dem Philipp Wittmann den richtigen Kick gab, macht schon seit Jahren ganz großartige Weine. Aber weit gefehlt! Hier ist Terroir-Charakter von den kalkigen, immer noch unterschätzten Weinbergen rund um Appenheim im Norden von Rheinhessen schmeckbar. Knewitz’ Credo: "Ein toller Wein muss ein Geheimnis haben!"

VivArt Mainz und Rheinhessen, Heft 4 – Frühjahr 2010

COOLER NORDEN – von Stuart Pigott. Viele Winzer fangen hier richtig jung an und schaffen es, gleich am Anfang zu beeindrucken, wie der 19-jährige Tobias Knewitz vom Weingut Knewitz in Appenheim. Der 2008 Silvaner trocken ,,Selection’’ aus dem Goldberg, sein erster Jahrgang, beeindruckt mit genialer mineralischer Frische. Dieser Wind wird den Norden Rheinhessens ziemlich cool machen.

Stuart Pigotts Weinwelt Wein des Monats Juli 2009 | 2008

GRÜNER SILVANER TROCKEN, vom Weingut Knewitz. Wie jung kann ein Jungwinzer sein? Lange hatte ich 20 Jahre als untere Grenze im Kopf. Dass ich neulich in Rheinhessen diese Zahl deutlich nach unten revidieren musste, war an sich keine große Überraschung.

Tobias Knewitz ist 18 Jahre alt und lernt bei dem erfolgreichen Pfälzer Aufsteiger Philipp Kuhn in Laumersheim/Pfalz. 2008 hat der junge Knewitz im Appenheimer Familienweingut seine ersten Weine gemacht, und sie sind so gut, dass ich bei einer Blindprobe geschworen hätte, der Verantwortliche müsste schon einige Jahre Erfahrung hinter sich haben!

Sein strahlend-frischer 2008 SILVANER duftet nach gelben Pflaumen und reifen Stachelbeeren, hat gute Substanz aber keinerlei Schwere, geschweige denn die spitze Säure, die quer durch Deutschland viele Weine des Jahrgangs kennzeichnet. Wer es noch charaktervoller und herber mag, dem sei Knewitzs 2008 SILVANER SELECTION aus der Lage Goldberg empfohlen, der stark vom Kalksteinboden geprägt ist. Ja, 18 Jahre, und schon ein „Terroir-Wein“. Gratulationen!

07.–20. August 2017 –

Das Weingut bleibt geschlossen.

03. September 2017 – Hundertguldenpicknick

ab 14.00 Uhr in den Weinbergen des Hundertguldens.